Europäische Charta der Zisterzienser-Abteien und –Stätten

Die Zisterzienserabteien, ein in Europa einzigartiges Kulturerbe

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Ab dem 12. Jahrhundert umfasste Cîteaux mit mehr als zweitausend Klöstern fast das gesamte Gebiet des geografischen Europas.

Diese Abteien, die hauptsächlich außerhalb der Städte lagen, wurden durch Scheunen, Mühlen, Schmieden und andere Nebengebäude ergänzt. Das zeigt, wie bedeutend dieses Ensemble war. Der größte Teil davon wurde vor der Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet. Im Laufe der Zeit hatten natürlich viele Abteien unter äußeren oder inneren Turbulenzen zu leiden.

Ein unschätzbares Erbe

Aber Tatsache ist: Dieses europäische Kulturerbe ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach wie vor präsent. Ein ebenso materielles wie immaterielles Vermächtnis der Geschichte. Ein in vielerlei Hinsicht unschätzbares Vermächtnis: aufgrund seiner territorialen Ausdehnung, seiner raschen Expansion, seiner Funktionsweise, seiner wirtschaftlichen Bedeutung, seiner Anpassungsfähigkeit ... und schließlich aufgrund seines Einflusses auf das kollektive Gedächtnis so unterschiedlicher Völker. Eine Zisterzienserabtei ist, unabhängig von ihrem aktuellen Zustand oder Status, ein monumentales Kulturerbe für ihre lokale Umgebung und gleichzeitig Teil des kulturellen Erbes des gesamten Kontinents. 

Einzigartigkeit und Vielfalt

Ein doppeltes Erbe von bemerkenswerter Seltenheit; Einzigartigkeit und Vielfalt zeugen von seinem besonderen Charakter.caractère singulier. 

Auch wenn die Zisterziensergemein- schaften nach wie vor präsent sind, so ist doch aufgrund der Auswirkungen der langen Zeit die überwiegende Mehrheit der Stätten heute im Besitz von Eigentümern, die keinerlei Verbindung zu den Zisterziensern oder gar zur katholischen Welt haben.

Die neuen Eigentümer haben die unterschiedlichsten Profile. Wir finden Staaten, öffentliche Körperschaften oder Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, sogar Hotels und Restaurants oder kleine Industriebetriebe und vor allem eine Vielzahl von Wohnstätten, die sich im Besitz von Privatpersonen befinden.

Ausstrahlung über die territorialen 

Grenzen hinaus

Viele dieser Bewohner setzen sich dafür ein, diese Abteien in ihrer Umgebung und darüber hinaus bekannt zu machen. Es ist eine tägliche Herausforderung, zur kulturellen Vitalität auf lokaler Ebene beizutragen. Eine weitere Herausforderung besteht darin, diese kulturellen Verbindungen auf regionaler, nationaler und sogar europäischer Ebene aufrechtzuerhalten.

Der 1988 gegründete Verein „Europäische Charta der Zisterzienserabteien und -stätten” möchte diesen kulturellen Erwartungen der heutigen Eigentümer und Betreiber von Abteien, wer auch immer sie sein mögen, gerecht werden. Siehe hierzu die Seite dieser Website „Die Charta: eine Brücke zwischen den Abteien”.

Die Route der Zisterzienserabteien

Von Anfang an hat der Verein „Charte” seine Tätigkeit unter das symbolische Zeichen der Routen des Kulturerbes gestellt; eine Aufforderung, die Wege zu entdecken, die zu diesen einzigartigen Orten führen, an denen diese Abteien in längst vergangenen Zeiten erbaut wurden. Die „Route” symbolisiert diesen Ansatz und erinnert gleichzeitig an die Verbindungen zwischen all diesen Abteien und drückt aus, was sie über die Wechselfälle der Geschichte hinaus verbindet.