Maulbronn : Von der eigenen Hände Arbeit leben

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Die Zisterzienser formten eine Kulturlandschaft und brachten blühende Gärten hervor. Das Wissen um die Urbarmachung von Land, um die Heilkunde und damit auch um die botanik wurde aus der Antike ins Mittelalter überliefert. Es waren die Mönche in ihrer wichtigen Funktion als Kulturträger, die dafür sorgten, dass dieses Wissen neu verbreitet wurde. Zwei Wörter prägten das Leben im Kloster: Ora et labora – Bete und arbeite. Beides gehörte untrennbar zusammen, beides, auch das Arbeiten, geschah zur Ehre Gottes. Der christliche Symbolwert hob die Arbeit im Garten und auf dem Land weit über den reinen Nutzwert hinaus.

Denn der Garten stand auch für das verloren gegangene Paradies. Gärten und Kulturlandschaft: Die Mönche nahmen sich der Natur an und verwandelten sie in einen üppigen, ertragreichen Wirtschaftsraum. Wie kein anderer Orden aber haben sich die Zisterzienser auf die Wassernutzung spezialisiert. Einem Siegelrelief vergleichbar haben sie die Kulturlandschaft der Gegend geprägt. Zu diesem ausgesprochen interessanten Thema erfahren Sie mehr in der Tafelpräsentation, die im Rahmen des Themenjahrs „Welt der Gärten“ im Keller des Frühmesserhauses ab dem 17. April 2016 gezeigt wird. Bis Oktober 2016 werden außerdem Sonderführungen, Workshops für Erwachsene und Kinder, Lesungen… angeboten. Das vollständige Programm finden Sie unter: www.kloster-maulbronn.de .