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Altenberg

Die Abtei Altenberg wurde 1133 von Mönchen aus Morimond gegründet; den Besitz hatten die Grafen von Berg gestiftet. Ein erster romanischer Kirchenbau wurde 1145 geweiht. Die Mönche aus Altenberg gründeten ihrerseits die Tochterklöster Mariental, Lekno, Zinna und Haina. Der Bau der gotischen Klosterkirche, des berühmten Altenberger Domes, begann 1259; er wurde 1379 geweiht. Die dreischiffige Säulenbasilika überzeugt durch ihre strenge architektonische Gliederung und schlichte, elegante Formen. Die Glasmalereien sind ein besonderer Schatz der Kirche, einer der umfänglichsten zusammenhängenden Bestände des Mittelalters. Herausragend ist das leuchtende Westfenster, vor 1397 vollendet, ein Meisterwerk mittelalterlicher Kunst mit vielschichtiger theologischer Aussage. Infolge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgelöst, die Kirche verfiel, ihre Ausstattung wurde geplündert oder verkauft. Dennoch haben sich einige bedeutende Kunstwerke erhalten, wie die Madonna im Strahlenkranz aus dem 16. Jahrhundert, das Sakramentshaus aus dem 15. Jahrhundert und Grabmonumente der Grafen von Berg. Von 1834 bis 1847 konnte das Gotteshaus mit Hilfe des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. wiederhergestellt werden. Im Anschluss wurde per Kabinettsorder die simultane Nutzung des Altenberger Domes durch Katholiken und Protestanten beschlossen. Seit 1922 beherbergen die einstigen Klostermauern eine Bildungsstätte für die Katholische Jugend, das Haus Altenberg.

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